Die Stadtspaziergänger von Berlin

Am 05.07.2018 war ich das erste Mal Gast beim „Lady’s Stammtisch“. Viele wissbegierige Unternehmerinnen trafen sich zum „Stadtspaziergang“ mit Gästeführer Rolf Strobel. Rolf, gebürtiger Nichtberliner, führte uns zu Sehenswürdigkeiten, die von Berlinern oft schon links liegengelassen werden und rückte diese wieder ins rechte Licht.

Wir haben uns ganz klassisch an der Weltzeituhr getroffen. Ich liebe es, mich wie zu Teenagerzeiten an der Weltzeituhr zu treffen. Sven Regener fragt sich ja in „Herr Lehmann“, wozu man im Osten eine Weltzeituhr brauchte – eben dafür. Die wichtigsten Treffen wurden an der Weltzeituhr verabredet. Und wie wir von Rolf erfahren haben, heißt es, dass, wenn man sich um Mitternacht unter der Weltzeituhr küsst, bleibt man immer zusammen.

Vom Alexanderpark, so wie der Platz früher hieß, ist leider nicht viel übrig geblieben. Benannt wurde er nach Zar Alexander I., der im Jahr 1805 zu Besuch in Berlin weilte. Für den Alexanderplatz wünsche ich mir, dass er wieder grüner wird und die schönen Wasserspiele und Brunnen wieder Plätze der Muße und Muse werden.

Die unterhaltsame Geschichtstour führte am Fernsehturm entlang zur St. Marienkirche. Donnerstags und freitags kann man hier der Joachim-Wagner-Orgel von 1722 kostenfrei zur Mittagszeit lauschen.

Im Nikolaiviertel, mit den schmalen Gassen und netten Restaurants unter schattigen Bäumen, spürt man, die Wiege Berlins. Hier kann Berlin ein beschauliches Dorf sein und eine glitzernde Weltmetropole.

Besonders spannend die Besichtigung des ehemaligen Staatsratsgebäudes. Seit 2006 residiert dort die European School of Management and Technology. Ganz elitär haben wir das Foyer besichtigt und den Hut gezogen vor der kunstvollen Verbindung deutscher Geschichte. Diese wird auch im Berliner Schloss mit dem Humboldtforum einen sensationellen Ausstellungsort finden. Noch ist es eine Baulandschaft. Aber schon lässt sich das neue alte Berlin erahnen.

Nachdem unser Wissensdurst gelöscht war, vernetzten wir die quirlige Berliner Stadtmitte mit italienischem Landhausflair im Restaurant „Allegreto A Tavola“. Ein gutes Restaurant an der Spree, mit einem schönen Blick auf den Berliner Dom.

Manchmal muss man die eigene Stadt wieder mit den Augen eines neugierigen Besuchers sehen. Dafür bedanke ich mich herzlichst beim „Lady’s Stammtisch“ und bei Rolf, der Geschichten zu berichten wusste, die nicht im Lehrbuch stehen.

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