Wo ist Captain Jack Sparrow?

Piratenflair in Saint-Malo

An jeder Ecke rechne ich damit, dass Captain Jack Sparrow aus „Fluch der Karibik“ um die Ecke springt. Während einst die Korsaren der Stadt Geld brachten, sind es heute die Touristen. Sie erobern gern die im Piratenflair geschmückten Geschäfte und Restaurants. Ende April hält sich der Touristenansturm noch in Grenzen. So kann man die Stadt gut entlang der Stadtmauer erkunden. Auf der einen Seite die schönen bretonischen Häuser und Plätze. Auf der anderen Seite ein weiter Blick auf den Golf von Saint-Malo. Auf den vorgelagerten Inseln, lädt noch manche Festung zur Besichtigung ein. Bei Ebbe kann man zum Fort Nationale wandern, welches allerdings sehr eigene Öffnungszeiten hat. Allein der Strandspaziergang und die scheinbar unendliche Weite des Meeres bringen auch im Kurzurlaub eine tiefe innere Ruhe.

Wer bei Cartier bisher an exklusiven Schmuck und tolle Düfte dachte, sei eines Besseren belehrt. Der Seefahrer und Entdecker Jaques Cartier wurde 1491 in Saint-Malo geboren. Auf ihn ist die Stadt sehr stolz und eine Statue an der Bastion de la Hollande (kommt man beim Spaziergang auf der Wehrmauer vorbei) erinnert an ihn.

Über Schatztruhen, Hüte und Gewürze

Eine besondere Entdeckung in Saint-Malo ist das Museum „La Demeure de Corsaire“ im Hotel Magon. Ganz unscheinbar und schwer zu finden, liegt es in der 5, Rue dé Asfeld. Hier wohnte der Geschäftsmann Francois-Auguste Magon. Seine privaten Räume und die Geschäftsräume können bei einer Führung, auf französischer Sprache, besichtigt werden. Es lohnt sich trotzdem, die geheimen Räume und Vorratskeller zu besuchen. Denn man kann sich gut in die historische Entdeckerzeit des 18. Jahrhunderts versetzen. Landkarten mit den alten Seestraßen, eine dicke Schatztruhe und exotische Gewürze reichen für ein spannendes Kopfkino.

Die wichtigsten Informationen aus dem Museumsbesuch

Habe ich euch nach der freien Übersetzung von Fabian Heiroth hier zusammengefasst.
Die Schatztruhen haben ein super ausgeklügeltes Schließsystem. Daher wird der Schlüssel immer in einem anderen Raum aufbewahrt; einmal den Schlüssel in der Schatztruhe vergessen, bekommt man sie nie wieder auf. In manchen Schließsystemen wurden sogar Fallen eingebaut.

Um die Handelswaren sicher zu verschiffen, wurde zu einem Handelsschiff gleich ein Militärschiff zur Bewachung gekauft, da man immer am Erzfeind England vorbeifahren musste. Auch die erbeuteten, gebrauchten Schiffe waren sehr kostbar. Denn ein gebrauchtes Schiff konnte schnell wieder einsatzfähig gemacht werden. Die gesparte Bauzeit von ca. 1,5 Jahren kam so schnell dem Überseehandel zugute. Französische Kleidung und vor allem Hüte waren begehrte Exportschlager.

Bei der Gewinnverteilung kam nicht nur der König mit ca. 25 Prozent gut weg. Per Vertrag wurden die Seeleute abgesichert, falls sie während der Fahrt zu Schaden kamen. Der Rest wurde zwischen der Crew und dem Kapitän aufgeteilt.

Bewacht wurden die Schiffe im Hafen von großen Hunden, die extra abends nichts zu fressen bekamen, damit sie scharf auf Diebe blieben. Katzen durften nicht gefüttert und getötet werden, damit sie sich um die Ratten kümmerten.

Öffnungszeiten:
Außerhalb der französischen Schulferien: jeden Tag um 15:00 Uhr
montags geschlossen
Juli, August und während der Schulferien: Jeden Tag von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr und von 14:30 Uhr bis 17:00
Sonntagvormittag geschlossen
Hinweis: Die Räumlichkeiten können nur mit einer Führung besichtigt werden

Hier ist die Homepage vom Hotel/Museum
Hier ist die offizielle Homepage für Tourismus in Frankreich

 

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